Ein Nomadentag in der Mongolei

 

Rauchende Schornsteine der Jurten grüßen den jungen Morgen,

der über Gobi liegt.

Im Frühdunst Herden äsen,

Geier auf Hügel sitzen, zeitlos wartend.

 

Grell die Sonne vom Himmel brennt, sirrend die Luft.

Am Horizont Kamele traben, einer Fata Morgana gleich.

Über holprige Sandpisten Geländewagen schaukeln, auf endlosen Wegen.

 

Wolken die Strahlen der Sonne verdecken, Farben wechseln schnell.

Bis die ersten Tropfen fallen, treibt der Wind sein wildes Spiel.

Regengüsse über Gobi fallen, das ersehnte Nass.

 

Wie von Zauberhand geführt mit Kräuterduft und staubgebunden

wird die Wüste plözlich grün.

 

Pferdekopfgeigen-Klänge den Abend rufen.

In Rot getaucht die Ovoo-Hügel, der Mongolen Ritual.

Schamanen-Magie  webt nächtliche Schleier,

getragen von Dschingis Khaans Reitern,

der Wüste Geheimnis.

Der Mond über Gobi wacht.